Charisma ist kein Hexenwerk: Ausstrahlung ist trainierbar

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Charismatische Wirkung und Wahrnehmung sind trainierbar

Robert Jahrstorfer, BDVT akkreditierter Trainer und Leiter der BDVT-Fachgruppe Vertrieb und Akquise, stellt sich kritischen Fragen zu Charisma im Berufsleben.

Was ist Charisma? Und wer braucht das?

Robert Jahrstorfer:
„Wikipedia meint, dass Charisma in der christlichen Tradition eine von Gott geschenkte Gabe sei. Charismatisch sei dann die persönliche Wirkung und Ausstrahlung. Inzwischen wissen wir, wissenschaftlich belegt, Charisma ist keine Eigenschaft, die Sie oder ich von Geburt an haben. Charisma ist das Bild, das sich Ihr Gegenüber von Ihnen macht. Während Sie reden, während Sie lachen, während Sie gestikulieren, allein schon, während Sie den Raum betreten. Ihr Gegenüber scannt Sie unaufhörlich und baut eine daraus resultierende Fremdwahrnehmung auf. Sind mir die Puzzleteilchen bewusst, die sich aus dem Scanning ergeben, kann ich sie modellieren und somit gezielt einsetzen.“

Und für wen ist diese Erkenntnis wichtig?

Robert Jahrstorfer:
„Nun, erstmal für alle. In jeglichen Beziehungen bestimmen Wahrnehmungen, Selbst- und Fremdwahrnehmung, die Art und Intensität aller Beziehungen. Im privaten Umfeld möchten wir vielleicht noch einfach sein, wer wir sind und nicht taktierend unsere Wirkung modellieren. Im beruflichen Umfeld sieht das dann schon anders aus.“

Warum sollte mir mein Charisma im beruflichen Umfeld bewusst sein?

Robert Jahrstorfer:
„In der Wirtschaftspsychologie findet sich der Ansatz, dass eine charismatische Führung von der Identifikation der Mitarbeiter mit der Führungsperson lebt. Charismatisch ist der, der leicht überzeugen kann, der eine Vorbildfunktion wahrnimmt, der inspiriert und zu persönlichen Herausforderungen anregt.“

Sollte ich meine Wirkung modellieren oder sie gar taktierend einsetzen? Warum?

Robert Jahrstorfer:
„Ja. Unbedingt. Wirtschaftspsychologisch bringt eine charismatische Führung mehrere Vorteile. Dieser Führungsstil wirkt sich positiv auf die Arbeitsergebnisse innerhalb eines Teams aus. Die Führungsperson erzeugt positive Gefühle beim Gegenüber, das Zusammengehörigkeitsgefühl des Teams wird gestärkt, Konfliktsituationen besser gemeistert, man schätzt sich. Wenn Sie diese Wirkung bereits erzeugen, dann, dann haben Sie alles richtig gemacht.“

Und wenn nicht? Wie kann ich meine Wirkung erfassen?

Robert Jahrstorfer:
„Das tägliche Feedback ist eine gute Grundlage zur Einschätzung seines Selbstbildes. Inzwischen weiß man, dass Ausstrahlung und Wahrnehmung keineswegs zufällige Komponenten einer Persönlichkeit sind. Sie lassen sich beeinflussen und trainieren. Hier eignen sich online-basierte Diagnosen wie beispielsweise die S.C.I.L. Performance Strategie. Eine ideale Grundlage ist natürlich ein persönliches Coaching-Programm, welches zur Entfaltung der Wirkungspotentiale verhilft.“

Jetzt bin ich aber keine Führungskraft im Megakonzern, sondern arbeite als Trainer bzw. Speaker. Warum hilft es mir meine Wirkung zu erfassen?

Robert Jahrstorfer:
„Mit der Modellierung der eigenen Wirkung können Sie die Kommunikationsbedürfnisse Ihres Gesprächspartners deutlich schneller erkennen und richtig einschätzen. Das reduziert Missverständnisse und gestaltet zwischenmenschliche Beziehungen zielführender und harmonischer. Hier gibt es immense Einsatzfelder. Ich denke hier an Face-to-Face-Coaching, an Team-Trainings im Verkaufsumfeld, an Mediation, Präsentations- und Rhetorik-Training oder an Recruting- und Bewerbungs-Maßnahmen. Die Liste ist lang.“

Gibt es Zertifizierungen? Wie kann ich meine Wahrnehmung trainieren?

Robert Jahrstorfer:
„Natürlich hilft eine kritische Selbstreflektion der eigenen Handlungen. Trotzdem ist ein Startpunkt mit einem definierten Diagnose-Verfahren wie der S.C.I.L.-Methodik sinnvoll. Hier empfehle ich einen Blick in die S.C.I.L.-Zertifizierungen der Mobile GmbH.“

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